Jeder von uns kann die Welt verbessern - TACHLES Coaching und Consulting 

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TACHLES.CC - Blog: Dr. Thomas Rose schreibt regelmäßig über die Themen Coaching, Persönlichkeitsentwicklung und Eigenverantwortung
“TACHLES: Weniger reden, mehr sagen.”

Warum bin ich hier?

Haben Sie sich eigentlich schon einmal überlegt, warum Sie auf dieser Erde sind? Was Sie hier sollen? Ob das alles einen Grund hat? Oder ob Ihre Existenz sogar einen Sinn ergibt?

Solcherlei Gedanken können schon recht quälend sein. Allerdings martert sich nicht jeder Mensch mit solchen Überlegungen. Es scheint, dass manch einer davon überzeugt ist, dass das einzige was zählt, 3 Wochen Sommerurlaub und ein regelmäßiger Feierabend nicht später als 17 Uhr ist. Erfreulicher Weise gehören Sie, lieber TACHLES-Leser, nicht zu dieser Kategorie. Sie haben sich durchaus schon einmal gefragt, ob es einen Grund gibt, warum ausgerechnet Sie auf diesem Planeten sind und was Sie mit Ihrem Leben nun anfangen.

Vielleicht kann ich Ihnen dabei ein bisschen helfen.

Wenn das Denken weh tut, muss man aufhören

Grundsätzlich bin ich überzeugter Anhänger des Prinzips von Ursache und Wirkung. Alles wirkt, nichts ist belanglos, und alles was wir beobachten in dieser Welt hat eine Ursache. Allerdings kann es sehr anstrengend sein jedem Grund auf den selben zu gehen.

Evelyn
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Nachdenken über den Sinn des Lebens…
Wenn also die Beantwortung der Frage „Warum bin ich hier?“ Kopfschmerzen bereitet, dann möchte ich heute gerne Ihr Aspirin sein. Wenn sich uns der Grund einer Beobachtung oder einer Tatsache nicht erschließt, und das Suchen nach der Ursache keinen rechten Fortschritt nehmen will, dann empfehle ich, die Suche nach dem Grund vorübergehend zur Seite zu legen. Schauen Sie besser nach vorne und fragen Sie sich: Welchen Sinn kann ich dieser Beobachtung geben?

Vielleicht hat ja auch nicht alles einen Grund. Aber wir können allem einen Sinn geben. So auch unserer eigenen Existenz auf diesem Planeten. Wer überhaupt keine Ahnung hat warum er hier ist, dem biete ich hiermit meinen eigenen Grund an:

Du bist hier, damit die Welt durch Dich ein kleines bisschen besser wird.

Hinterlassen Sie die Welt einfach ein kleines bisschen besser, als Sie sie vorgefunden haben. Das alleine reicht, um Ihrer Existenz einen tiefen und befriedigenden Sinn zu geben.


Ich erzähle Ihnen jetzt, was der kleine Johnny getan hat, um die Welt ein kleines bisschen besser zu machen.

Die großen Gedanken des kleinen Johnny

Johnny arbeitet in einem amerikanischen Supermarkt als Einpacker an einer von mehreren Kassen. Er ist noch keine 20 Jahre alt und hat vor kurzem an einem Seminar teilgenommen, in dem alle Mitarbeiter gefragt wurden:

Was könnt Ihr tun, damit die Ziele Eurer Firma besser erreicht werden?

Wenn man sich überlegt, dass die Ziele des Supermarktes erreicht werden, wenn möglichst viele Kunden dort einkaufen, und dass die Menschen nur dann dort einkaufen, wenn sie sich in dem Laden wohlfühlen, dann ist die Frage, um die es eigentlich geht:

Was könnt Ihr tun, damit sich unsere Kunden wohler bei uns fühlen?

Ein Kunde, der sich wohl fühlt, der mit Angebot und Service zufrieden ist, ist ein glücklicher Kunde. Und – schauen wir der harten Wahrheit ins Gesicht – auch Kunden sind Menschen! Wenn man es also schafft einen Menschen ein bisschen glücklicher zu machen, dann ist das eine Form von vielen, die Welt ein bisschen besser zu hinterlassen als man sie vorgefunden hat.

Johnny hat sich diese Frage sehr zu Herzen genommen.

Und nun frage ich Sie, lieber Leser: Was würden Sie Johnny raten, wie er die Welt besser machen kann? Hätten Sie eine Idee für ihn gehabt? Letztlich ist er doch – wie so viele von uns – nur ein kleines, unbedeutendes Rädchen in einem riesigen Getriebe. Was in aller Herrgottsnamen kann ein einzelner schon verändern?

Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass Johnny ein Down-Syndrom hat?

Johnny trifft eine Entscheidung

Johnny hat sich überlegt, was er mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln beitragen kann. Er hat den Entschluss gefasst, jeden Tag einen „Gedanken des Tages“ zu finden. Diesen Gedanken druckt er mit Hilfe seines Vaters viele Male aus. Er schneidet die Blätter in kleine Papierstreifen mit dem Gedanken des Tages und unterschreibt jeden einzelnen von ihnen persönlich auf der Rückseite! Am nächsten Tag steckt Johnny in jede Tüte, die er packt, einen dieser Papierstreifen. Wenn die Kunden zuhause ihre Lebensmittel auspacken, finden sie neben Obst und Gemüse auch immer Johnnys persönlich signierten Gedanken des Tages.

Johnny verändert seine Welt

Was Johnny aus eigener Initiative tut spricht sich schnell unter den Kunden herum. Und eines Tages bemerkt der Shop-Manager, dass die Schlange der Kasse, an der Johnny die Tüten packt, viel länger ist als alle anderen Schlangen. Der Manager geht zu den Kunden um sie darauf aufmerksam zu machen, dass noch viele andere Kasse geöffnet sind und dass man dort keine Wartezeiten ertragen müsse. Zu seinem Erstaunen antworten die Kunden jedoch: „Uns interessiert die Wartezeit nicht. Wir wollen in dieser Schlange stehen, denn wir wollen Johnnys Gedanken des Tages mit nach Hause nehmen.“

Johnny verändert die Kunden

Eine Kundin berichtet, dass sie bislang immer in beliebigen Supermärkten einkaufen ging, nun aber ausschließlich hierher kommt. Eine andere Kundin berichtet, dass Sie früher nur einmal die Woche einkaufen ging, nun aber, da sie den Gedanken des Tages so schätze, mindestens zweimal hier vorbeischaut.

Johnny hat profanes Einkaufen in ein Erlebnis verwandelt.

Happy Shopping
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Johnny hat aus Einkaufen ein Erlebnis gemacht.

Johnny verändert die Kollegen

Auch auf seine Kollegen haben Johnnys Aktivitäten einen großen Einfluss genommen. Die Verkäuferin der Blumenabteilung schmeißt abgebrochene Blumen nicht mehr weg. Stattdessen sucht sie sich eine alte Dame oder ein junges Mädchen und heftet ihnen die Blumen ans Revers. Einer der Metzger, der ein Fan der Serie „Die Peanuts“ ist, kauft 50’000 Snoopy-Sticker und klebt sie auf die verpackten Fleisch- und Wurstwaren, die der den Kunden über den Tresen reicht.

Ich persönlich bin mir nicht so sicher, welchen Eindruck Hundeaufkleber auf Fleischwaren hinterlassen – aber das ist ein anderes Thema. Fakt ist, dass der kleine Johnny mit dem, was ihm zur Verfügung steht, einen großen Eindruck hinterlassen hat.

Applaus für Johnny, der die Welt ein kleines bisschen besser gemacht hat.

Und was machen Sie?


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Geschrieben am von Dr. Thomas Rose | Abgelegt in coaching, eigenverantwortung, motivation, optimismus | Gehört zu , , , , , | 5 Kommentare

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5 Antworten zu “Jeder von uns kann die Welt verbessern”

  1. David sagt:

    Hallo Thomas,

    das ist ein wirklich schöner Artikel.

    Ich danke Dir dafür.

    Herzliche Grüsse
    David

  2. Hi Thomas,

    darf ich diese Geschichte in meinem Buch: „Gut ist nicht genug“, an dem ich gerade arbeite, mit Hinweis auf Deinen Blog verarbeiten? Sie ist zauberhaft.

    Vielen Dank für Deine Rückmeldung.
    Gruß
    Markus

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