Coaching im Unternehmen - TACHLES Coaching und Consulting 

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Der eigene Coach im Unternehmen

Wenn Sie in einem x-beliebigen Unternehmen über die Flure gehen, dann erkennen Sie in der Regel an den Türschildern zu den Büros die Aufgabengebiete, für die die jeweiligen Mitarbeiter verantwortlich sind. Es gibt überhaupt keinen Zweifel daran, dass es Spezialisten für die Buchhaltung, für die IT, für den Einkauf und die Verwaltung geben muss. Aber ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass Sie so gut wie nie ein Türschild sehen, auf dem das Aufgabengebiet „Mitarbeitercoaching“ verzeichnet ist?

Coaching macht bei uns der Chef…

Coaching ist zwar Chefsache, aber das bedeutet nicht, dass der Chef (oder der Abteilungsleiter) auch automatisch derjenige ist, der als Coach am besten geeignet ist. Manager haben in der Regel Unternehmensziele im Fokus, müssen organisieren, arrangieren, steuern und gleichzeitig jede Menge Fäden in der Hand halten. Management und Mitarbeiterführung sind zwei Aufgaben, die nicht zwangsläufig in den Verantwortungsbereich einer einzelnen Person gehören.

Schauen Sie sich im eigenen Unternehmen um: Oft werden gerade diejenigen Menschen in Führungspositionen gerufen, die sich fachlich besonders hervorgetan haben. Man hofft damit, dass die fachlichen Qualitäten der neuen Führungskraft auf die Mitarbeiter abfärben. Aber nur weil jemand auf seinem Gebiet ein Spezialist ist, bedeutet das noch lange nicht, dass er auch in Bezug auf Führung und Motivation seiner Mitarbeiter eine Koryphäe ist.

Systemische und persönliche Herausforderungen im Unternehmen

Als Manager hat man sich oft mit systemischen Herausforderungen auseinanderzusetzen. Es geht hier vorwiegend um die immanenten Fragestellungen einer unternehmerischen Organisation. Wie können Prozesse optimiert werden? Wie können Lagerkosten minimiert werden? Wie können Herstellungskosten reduziert werden?

Wenn ein Mitarbeiter nicht die Leistung erbringt, die man von ihm erwartet, so kann die Ursache dafür zwei Gründe haben. Zum einen kann es sein, dass die Strukturen im Unternehmen den Mitarbeiter bei der Erledigung seiner Aufgaben eher hindern als fördern (hier ist der Manager gefragt), zum anderen kann die Ursache für mangelnde Performance eine Frage der persönlichen Motivation sein (hier muss ein Coach ran). Ein Manager kann aufgrund seiner Linientätigkeiten und der Arbeitsbelastung einzelnen Persönlichkeiten oft nicht gerecht werden. Ein eigener Coach im Unternehmen bietet hingegen den Vorteil, dass dieser hinreichend über die Abläufe im Unternehmen informiert ist und durch den gleichzeitig gesunden Abstand vom Alltagsgeschäft systemische von persönlichen Blockaden trennen kann.

Qualitätsmanagement und Coach an einem Tisch

Da jede Münze mindestens zwei Seiten hat sollten das Management und die Coaching-Abteilung Hand in Hand arbeiten. Mitarbeiter, die Hemmungen haben die Finger in die Wunden des Unternehmens zu legen, blockieren nicht nur sich selbst, sondern auch das ganze Unternehmen. Verbesserungsvorschläge werden nicht eingereicht, geschweige denn umgesetzt, Kostenersparnis, Effizienz und Leistungssteigerung werden erschwert.

Zunächst muss aber die Einsicht reifen, dass man zwar alles von oben regeln, aber nicht alles von oben durchsetzen werden kann. Es sei denn das Management arbeitet mit Druck und Sanktionen – aber solche Methoden sollten moderne Unternehmen längst hinter sich gelassen haben.

Damit alle Beteiligten an einem Strang ziehen und das Unternehmen voran bringen können muss Mitarbeiter-Coaching als Chefsache ernst genommen werden. Manager und Coaches gehören an einen Tisch, aber zunächst müssen Coaches als fester Bestandteil in Unternehmen etabliert werden.


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Geschrieben am von Dr. Thomas Rose | Abgelegt in coaching, mitarbeitergespräche | Gehört zu , , , , | 5 Kommentare

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5 Antworten zu “Coaching im Unternehmen”

  1. […] This post was mentioned on Twitter by Sacha Nordwald. Dr. Thomas Rose said: Der eigene Coach im Unternehmen…

  2. Vielen Dank für diesen Beitrag Herr Dr. Rose,
    ich stimme Ihrer Meinung zu, dass ein externer Coach oftmals sehr viel Bewegen kann. Ich habe auf meinen Blog einen differenzierten Artikel Mit dem Thema “ Die Führungskraft als Coach -funktioniert das?“ erstellt. In diesem Artikel gebe ich auch eine kurze Zusammen fassen als Fazit. Ich möchte Sie dazu einladen, mir mitzuteilen in wie weit sich meine Erfahrung mit Ihrer Deckt. Falls Sie Lust haben sich meinen Artikel durchzulesen erlaube ich mir Ihnen den Link mitzuteilen, damit Sie den Artikel sofort finden.

    Die Führungskraft als Coach ? Funktioniert das?

    Viele Grüße

    Attila Reti

    • Hallo Herr Reti,

      beim Chef als Coach gibt es ein massives Problem – und das ist der Umgang auf Augenhöhe zwischen Coach und Coachee. In hierarchisch gestalteten Unternehmen u.U. keine leichte Aufgabe.

      Gruß,
      Thomas Rose

  3. Thomas Kamp sagt:

    Hallo Herr Dr. Rose,
    ein interessanter Text und ich stimme Ihnen zu.

    Auch in der agilen Softwareentwicklung mit Scrum ist der Scrum-Master keine Führungskraft. Die Mitarbeiter könnten Bedenken haben, offen genug mit dem Scrum-Master zu sprechen, wenn dieser der Vorgesetzte ist. Selbst bei kollegialer Führung wäre so eine Konstruktion nicht ideal.

    Gerade auch in Veränderungssituationen ist eine offene Kommunikation für das Gelingen unerlässlich. Hier kann ein Coach auf Augenhöhe einen wichtigen Beitrag leisten, während der Vorgesetzte sich auf seine Aufgaben konzentriert. So macht zudem jeder auch das, wo er seine Stärken einsetzen kann, was letzlich dem Erfolg zugute kommt.

    Viele Grüße
    Thomas Kamp

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